Gespielte Sanität - Verwundung, Krankheit und Heilung als Gegenstand des Spiels

Eröffnung der Ausstellung am 7.6.15
Eröffnung der Ausstellung am 7.6.15
Eröffnung der Ausstellung am 7.6.15
Eröffnung der Ausstellung am 7.6.15
Eröffnung der Ausstellung am 7.6.15

Erste Kabinettausstellung im Sanitäts- und Lazarettmuseum Seifertshain

Nach der großen Neugestaltung im Jahre 2013 schlägt das Sanitäts- und Lazarettmuseum Seifertshain wieder ein neues Kapitel auf. Am 7. Juni 2015 öffnete unter dem Titel "Gespielte Sanität - Verwundung, Krankheit und Heilung als Gegenstand des Spiels" die erste Kabinettausstellung des Museums ihre Türen. Es ist der Beginn jährlich wechselnder Sonderausstellungen.

Das Spiel bzw. Spielzeug ist stets ein Abbild der Lebenswelt des Menschen. Auch vor dem ebenso unbequemen wie interessanten Kapitel "Krankheit" macht das Spiel(en) nicht halt. Die "Gespielte Sanität" zeigt verschiedenste Spiele und Spielzeuge der letzten 100 Jahre rund um Verwundung und Erkrankung, Rettung und Heilung. Dabei ist nicht nur der Mensch, sondern auch das Tier Gegenstand spielerischer Darstellungen. Informative Tafeln führen in das Thema ein. Figuren aus den unterschiedlichsten Materialien, Brett- und Computerspiele, Puzzle, Modelle und Spielsets aus Holz und Steckbausteinen, Fahrzeuge in verschiedensten Ausführungen und Kostüme mit entsprechenden Instrumenten erwarten den Besucher auf seiner kleinen Reise durch diese Spielwelt. Dabei erfährt man auch einiges über andere Spielwelten wie die Sammelkartenspiele, das Reenactment oder die Live-Rollenspiele (LARP) und deren Verbindung zum Thema Sanität.

Heute sind Sanitätsspielzeuge alltäglich und stellen eine eigene Spielwelt dar. Eine Entwicklung, die jedoch erst vor ca. 150 Jahren begann. Sanitätsspielzeug hielt so viel später Einzug in die Kinderstuben als vieles andere. Vermutlich erst durch Zinnfiguren, die verletzte Soldaten darstellten, wurden Krankheit und deren heilende Institutionen im 19. Jahrhundert zum Gegenstand des Spiels. Hintergrund könnte u.a. die Gründung des Roten Kreuzes gewesen sein, das die Pflege verwundeter Soldaten in das Bewusstsein weiter Teile der Bevölkerung trug. Vielleicht hat es aber auch damit zu tun, dass der Arzt als Berufsstand heute im hohen Maße anerkannt und in der westlichen Welt die medizinische Versorgung in weiten Teilen gewährleistet ist. Es ist ein weites Berufsfeld entstanden und diese Tätigkeiten sind fest in der Gesellschaft verankert. Impfungen oder Besuche des Zahnarztes in den Kindertagesstätten und Schulen sind Normalität. Krankenkassen haben eigene Kindermagazine und Maskottchen. Dabei steht allerdings nicht das Spiel im Vordergrund. Vielmehr geht es um Gesundheitserziehung. Das Spiel(en) wird hier zum pädagogischen Mittel. Es war erst mit der Aufklärung des 18. Jahrhunderts in das Blickfeld pädagogischer Arbeit gerückt. Lassen Sie sich mit "Gespielte Sanität" in die Welt im Kleinen entführen. Entdecken Sie manches Spielzeug neu oder gar aus Ihrer Kindheit...

Die Geschichte des Sanitätsspielzeuges ist noch weitgehend unerforscht. Unsere Ausstellung versteht sich daher lediglich als ein Anfang für die weitere Beschäftigung mit diesem speziellen Thema. Wir sind uns sicher, dass noch so einiges unentdeckt irgendwo schlummert. Wenn Sie Hinweise haben, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Michel Kothe, der die Idee für diese Ausstellung hatte und sie realisierte, steht für Fragen und Hinweise gerne zur Verfügung: michelkothe@gmail.com oder 0177 3023972

Die Ausstellung ist bis zum 30. Oktober 2016 zu sehen. Jeweils sonntags von 13:00 bis 17:00 Uhr.

Quelle: Leitet Herunterladen der Datei einFreizeit- und Tourismusjournal

Sanitäts- und Lazarettmuseum

Eintritt: Erwachsene: 3,00 € ; Schüler, Azubis, Studenten: 1,50 € ; Kinder bis 6 Jahre: frei

Führungen nach Vereinbarung (034297 – 1401-0 oder peter.kruemmel@kuhstall-ev.de)

Adresse: Pfarrgasse 2, 04463 Großpösna, OT Seifertshain

Näheres erfahren Sie unter: www.sanitaetsmuseum1813.de

20% Ermäßigung erhalten Sie bei Vorlage einer gültigen Leipzig Regio Card.

Museumsverbund 1813

Das Museum ist Mitglied in einem Verbund kleinerer Museen, die sich dem Thema der Völkerschlacht widmen. Hier können Sie die aktuellen Infos zu Ausstellungen und Veranstaltungen für 2016 einsehen:

Initiates file downloadFlyer/ Informationen zum Museumsverbund 1813

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Telefon: 034297-1401 0
Fax: 034297-140 119
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